LANDESDIENST NRW: Land plant größte Schwermetallreinigungsanlage für belastetes Stollenwasser

Das Land Nordrhein-Westfalen und der Erftverband gehen eine historische Umweltbelastung an.

Mechernich (dts Nachrichtenagentur) - Aus dem Burgfeyer Stollen in Mechernich soll künftig das mit Schwermetallen belastete Wasser gereinigt werden, bevor es in die Gewässer gelangt. Wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte, haben Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) und Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) den geplanten Standort für die Reinigungsanlage besichtigt, die als die größte ihrer Art in Deutschland gilt. Über den rund 7,5 Kilometer langen Stollen fließen jährlich etwa zehn Millionen Kubikmeter Wasser ab, das durch den alten Bergbau stark mit Zink, Kupfer, Nickel, Blei, Cadmium, Kobalt und Arsen belastet ist. Seit Jahrzehnten gelangen so mehr als 50 Tonnen Schwermetalle pro Jahr in den Veybach, die Erft und schließlich den Rhein.

Die neue Anlage soll die Metalle direkt am Austritt des Stollens entfernen und so die Wasserqualität bis zur Nordsee verbessern. Die Finanzierung von Planung und Bau übernimmt das Umweltministerium, die dauerhaften Betriebskosten trägt das Wirtschaftsministerium. Der Erftverband bereitet derzeit den Standort vor, bevor die detaillierte Planung und die Genehmigungsverfahren folgen. Eine gemeinsame Erklärung zur Lösung des Problems hatten die Partner bereits im Dezember 2024 unterzeichnet.

Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 07.01.2026

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