Der Verband des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals der österreichischen Universitäten (ULV) hat der Bundesregierung vorgeworfen, das Forschungsfinanzierungsgesetz zu missachten.
Wien (dts Nachrichtenagentur) - Dies teilte der Verband am Sonntag mit. Demnach habe die Regierung trotz einer Gehaltszurückhaltung des Universitätspersonals die zugesagte Forschungsfinanzierung Mitte Januar noch immer nicht beschlossen. Der ULV argumentiert, dass die kollektivvertraglich Beschäftigten an den Universitäten für das Jahr 2026 mit einer Gehaltsanpassung von nur 1,65 Prozent bei einer Inflation von 3,02 Prozent den 'schlechtesten Gehaltsabschluss' in der Republik hätten hinnehmen müssen. Dieser Verzicht sei mit der Begründung erfolgt, die prekäre Budgetlage des Bundes und die Finanzierung des Forschungspakts (FTI-Pakt) zu stützen.
Nun fehle aber die vereinbarte Gegenleistung der Regierung.
Der Verband empfiehlt daher, den Gehaltsabschluss mangels erbrachter Leistung der anderen Seite wieder aufzuheben und neu zu verhandeln. Aus der Erfahrung müsse die Lehre gezogen werden, sich nicht mehr auf 'budgetpolitische Machtspiele' der Regierungsebene einzulassen. Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 11.01.2026 Zur Startseite