Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), Verhandlungsführer der Länder für die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst, hat die Forderungen der Gewerkschaften nach sieben Prozent mehr Gehalt zurückgewiesen.
Hamburg (dts Nachrichtenagentur) - "Mit Nebenforderungen sind es sogar mehr als acht Prozent für zwölf Monate", sagte er dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) vor der am Donnerstag beginnenden zweiten Verhandlungsrunde. Die Kosten bezifferte Dressel auf 12,6 Milliarden Euro pro Jahr für alle Länder zusammen - ohne Hessen. Dort wird separat verhandelt. Allein für Hamburg seien es mindestens 760 Millionen Euro im ersten Jahr, sagte Dressel.
"Die Sozialkosten gehen durch die Decke, gleichzeitig wachsen unsere Haushalte kaum - wo soll da noch Spielraum für Tariferhöhungen herkommen?" Die deutsche Wirtschaft komme nicht aus den Startlöchern. "Da kann der öffentliche Dienst nicht Lohnführer sein", sagte der SPD-Politiker. Länder und Kommunen litten massiv unter Steuerausfällen, explodierenden Sozialleistungen und hohen Flüchtlingskosten.
Zudem sei die Inflation deutlich auf zuletzt 1,8 Prozent gesunken. "Das muss sich auch in den Tarifverhandlungen widerspiegeln", forderte der Verhandlungsführer. Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 13.01.2026 Zur Startseite