Bei einer großangelegten Razzia gegen den mutmaßlich gewerbsmäßigen Kokainhandel haben Polizei und Staatsanwaltschaft in der Nacht zu Samstag vier Männer festgenommen.
Aschaffenburg (dts Nachrichtenagentur) - Das teilte das Polizeipräsidium Unterfranken mit. Rund 200 Einsatzkräfte durchsuchten dabei eine Vielzahl von Objekten in Aschaffenburg und der Region. Der Einsatz konzentrierte sich zunächst auf drei Gaststätten in der Würzburger Straße in Aschaffenburg, wo ein schwunghafter Drogenhandel vermutet wurde. Gegen 06:00 Uhr wurde eine der Lokale schlagartig gestürmt, wobei auch anwesende Gäste vorübergehend festgesetzt wurden.
Die Aktion erforderte eine zeitweise Sperrung von zwei Fahrspuren. Im weiteren Verlauf des Morgens ließ die Staatsanwaltschaft neun weitere Objekte, darunter Wohnungen, durchsuchen. Die beiden mutmaßlichen Haupttäter, 35 und 44 Jahre alt und kosovarische Staatsangehörige, wurden unter Einsatz eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) festgenommen. Bei den Durchsuchungen sicherten die Beamten etwa 100 Gramm Kokain, ein Kampfmesser, eine Schreckschusspistole, zwei Schlagstöcke, Schutzwesten sowie mutmaßlich mit Drogengeldern finanzierte Wertgegenstände.
Dazu zählen eine Harley-Davidson, mehrere zehntausend Euro Bargeld und Kryptowährungen. Für drei der Männer lagen bereits Haftbefehle vor, alle vier sollen am Wochenende dem Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt werden. Die Ermittlungen dauern an.
Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 17.01.2026 Zur Startseite