Die saarländische Landesregierung sieht ihre erweiterte Frankreichpolitik auf einem guten Weg.
Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) - Der Chef der Staatskanzlei, David Lindemann, zog am Dienstag eine erste Bilanz zur "Frankreichstrategie+", die vor einem Jahr nach einer externen Evaluierung neu ausgerichtet wurde. Die Aktivitäten wurden seither auf alle Politikfelder ausgeweitet und der Fokus stärker auf den gesamten französischen Sprachraum gelegt, wie Lindemann am Dienstag mitteilte. Die aktuelle "Feuille de Route V" für die Jahre 2025 bis 2027 setzt erfolgreiche Maßnahmen fort und erweitert sie inhaltlich und geografisch. Ein Schwerpunkt liege weiterhin auf dem Fremdsprachenerwerb, aber auch Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheit, Sicherheit und Verwaltung stünden im Fokus.
Lindemann betonte, die enge Zusammenarbeit mit den französischen Nachbarn bringe den Menschen beiderseits der Grenze spürbare Vorteile, etwa beim Abbau von Hürden für Grenzgänger oder der Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsversorgung. Zu den konkreten Fortschritten des Jahres 2025 zählen unter anderem die Ansiedlung einer Repräsentationsstelle der Agence Universitaire de la Francophonie an der Universität des Saarlandes, die Verankerung einer systematischen Stärkung des Französischunterrichts in der Gemeinschaftsschulverordnung und die Ausweitung der Kooperation mit der Académie de Montpellier auf alle Schulformen. Im Bereich Energie wurde ein erster Vertrag für den Transport von grünem Wasserstoff aus Lothringen ins Saarland ab 2028 unterzeichnet. Seit Oktober 2024 hat das Saarland zudem Beobachterstatus bei der Organisation internationale de la Francophonie.
Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 20.01.2026 Zur Startseite