Der Berliner Fußball-Verband (BFV) und die Amtsanwaltschaft Berlin haben eine enge Kooperation vereinbart, um Gewalt im Amateurfußball effektiver zu bekämpfen.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Das teilten die beteiligten Institutionen am Mittwoch mit. Die Vereinbarung soll sicherstellen, dass Vorfälle wie Tätlichkeiten, Beleidigungen oder Bedrohungen künftig nahezu ausnahmslos und schneller an die Strafverfolgungsbehörden gemeldet werden. Konkret werden Vorkommnisse, von denen der BFV Kenntnis erlangt, durch eine interne Anlaufstelle für Gewalt und Fairplay sowie das Sportgericht geprüft. Gemeinsam mit dem Vizepräsidenten Recht des Verbands wird dann über die Weiterleitung an die Amtsanwaltschaft entschieden. Dies gilt auch für Fälle, die sich außerhalb des eigentlichen Spielbetriebs, etwa beim Training, ereignen. Ziel der Kooperation ist es, sogenannte rechtsfreie Räume zu vermeiden, Beweismittel zu sichern und Geschädigte besser zu unterstützen.
Die Vereinbarung wurde am 20. Januar von der Leitenden Oberstaatsanwältin Nina Thom und BFV-Präsident Bernd Schultz unterzeichnet. Der geschützte Personenkreis umfasst alle am Spiel- und Trainingsbetrieb Beteiligten, einschließlich Schiedsrichter, Trainer und bei Jugendspielen anwesende Eltern. Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 21.01.2026 Zur Startseite