NACHRICHTENAGENTUR ÖSTERREICH: Studie: EU-weiter CO2-Preis könnte Heizkosten in Osteuropa deutlich erhöhen

Der ab 2028 geplante einheitliche CO2-Preis für Gebäude und Verkehr in der Europäischen Union wird die Heizkosten von rund 100 Millionen Haushalten verändern.

Gütersloh (dts Nachrichtenagentur) - Das hat eine Studie der Bertelsmann Stiftung am Donnerstag ergeben. Demnach könnten die Kosten in einigen mittel- und osteuropäischen Regionen spürbar steigen, während Haushalte in Skandinavien sogar entlastet werden könnten. In Ländern wie Polen, Ungarn oder der Slowakei, wo es bisher keinen CO2-Preis gibt und die Einkommen oft niedriger sind, könnte ein Preis von 60 Euro pro Tonne CO2 die jährlichen Heizkosten eines Haushalts um 100 bis 400 Euro erhöhen. In Deutschland und anderen west- und nordeuropäischen Staaten mit bereits existierender Bepreisung wäre der durchschnittliche Anstieg mit etwa 17 Euro pro Jahr und Haushalt deutlich geringer.

In Portugal, Irland, Dänemark und Schweden könnte das Heizen sogar günstiger werden, da dort der nationale CO2-Preis bereits über 60 Euro liegt. Die Studie zeigt laut den Autoren, dass die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung ausreichen könnten, um besonders betroffene Haushalte zu kompensieren ? vorausgesetzt, die Mitgliedsstaaten setzten die Mittel gezielt ein. Für einen flächendeckenden Umstieg auf klimafreundliche Heizungen reichten diese Einnahmen jedoch nicht aus, weshalb zusätzliche Fördermittel nötig seien.

Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 22.01.2026

Zur Startseite