LANDESDIENST BAYERN: Schweinfurter Influencer-Familie wegen Sozialbetrugs verurteilt

Das Amtsgericht Schweinfurt hat einen 44-jährigen Mann aus der Stadt wegen Sozialleistungsbetrugs zu einer Geldstrafe von 10.500 Euro verurteilt.

Schweinfurt (dts Nachrichtenagentur) - Das Hauptzollamt Schweinfurt teilte am Donnerstag mit, dass der Familienvater über mehr als zwei Jahre hinweg zu Unrecht Bürgergeld bezogen hatte, während seine Frau als Fitness-Influencerin mit über 80.000 Followern auf Instagram erhebliche Einnahmen erzielte. Diese wurden dem zuständigen Jobcenter nicht gemeldet. Die Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit waren durch einen anonymen Hinweis auf die Social-Media-Aktivitäten der Ehefrau angestoßen worden. Bei einer Durchsuchung fanden die Beamten über 40.000 Euro Bargeld, versteckt in einer Küchenkommode, sowie Hinweise auf ausländische Konten.

Zur Verschleierung des Vermögens war ein privat genutzter Tesla auf einen Bekannten angemeldet worden. Während der Durchsuchung versuchte der Beschuldigte zudem, Beweise auf dem Smartphone seiner Frau zu löschen. Das Gericht verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je 70 Euro. Er muss zudem die zu Unrecht bezogenen Leistungen in Höhe von mehr als 32.000 Euro zurückzahlen.

Ein Sprecher des Hauptzollamts bezeichnete den Fall als "besondere Form der Dreistigkeit", da sich die Familie parallel zum Sozialleistungsbezug einen luxuriösen Lebensstil finanziert habe.

Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 22.01.2026

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