LANDESDIENST SAARLAND: Rehlinger sieht Saarland als Symbol für überwundene Konflikte

Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) hat anlässlich des Deutsch-Französischen Tages die Bedeutung der grenzüberschreitenden Freundschaft hervorgehoben.

Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) - Das Saarland stehe symbolisch dafür, wie aus historischen Konflikten eine kraftvolle Zusammenarbeit entstehen konnte, teilte Rehlinger am Donnerstag mit. Sie verwies dabei auf die Frankreichstrategie des Landes und die Rolle als deutsch-französische Kulturbevollmächtigte. Rehlinger sagte, die deutsch-französische Freundschaft sei lebendiger Alltag in der Grenzregion, auch wenn sie durch Grenzkontrollen 'schmerzlich verwundet' werde. Sie griff die Worte des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron auf, der bei der Einheitsfeier 2025 in Saarbrücken die enge Bindung als Kern des europäischen Projekts bezeichnet hatte.

Das Saarland sei das 'Scharnier' dieser Bindung und habe eine besondere Verantwortung für Europa, so Rehlinger. Angesichts einer Welt, die 'aus den Fugen' gerate, forderte die Ministerpräsidentin, dass Deutschland und Frankreich die strategische Autonomie Europas vorantreiben müssten. Nur am Freundschaftsband zwischen beiden Ländern könne ein starkes, geeintes Europa anknüpfen, um Herausforderungen wie die ökologische Transformation zu bewältigen und Frieden zu sichern. Der Vertrag von Aachen biete die Grundlage, der nun mit praktischen Projekten gefüllt werden müsse.

Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 22.01.2026

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