Die SPD-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein hat eine deutliche Entlastung für Pflegebedürftige und die Einführung einer Pflegevollversicherung gefordert.
Kiel (dts Nachrichtenagentur) - Dies teilte die pflegepolitische Sprecherin Birte Pauls am Donnerstag mit. Hintergrund ist eine Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen, wonach die monatliche Eigenbeteiligung für einen Pflegeheimplatz im ersten Jahr im Land erstmals über 3.000 Euro liegt. Pauls bezeichnete es als Tragödie, wenn Menschen in einer sensiblen Lebensphase in finanzielle Not gerieten. Die SPD vertrete die Auffassung, dass Pflege eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung sei.
Daher fordere die Fraktion eine Deckelung des Eigenanteils, aus dem Pflegeleistungen, Investitions- und Ausbildungskosten herausgenommen werden müssten. Erreicht werden solle dies durch eine solidarisch finanzierte Pflegevollversicherung, in die alle einzahlen. Zudem müsse das Land seiner Verpflichtung nachkommen und die Investitionskosten übernehmen. Pflege dürfe nicht zu einem Verarmungsrisiko werden, so Pauls.
Die Frage, wie die ältere Generation behandelt werde, sei eine Frage der Würde. Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 23.01.2026 Zur Startseite