LANDESDIENST NRW: Polizei verlegt pro-kurdische Demonstration in Köln

Die Polizei Köln hat eine pro-kurdische Kundgebung kurzfristig vom Heumarkt auf die Deutzer Werft verlegt.

Köln (dts Nachrichtenagentur) - Grund dafür sind neue Informationen, die erst am Freitagmittag vorlagen und einen starken Anstieg der erwarteten Teilnehmerzahl von ursprünglich 1.500 auf nun 10.000 Personen ergaben. Die Versammlung mit anschließendem Aufzug wurde in Abstimmung mit dem Anmelder umgeplant. Die Auftaktkundgebung begann um 14 Uhr auf der Deutzer Werft, der Aufzug sollte gegen 15 Uhr starten und über innerstädtische Straßen zurückführen. Eine weitere angemeldete Versammlung auf dem Neumarkt startete mit einer Stunde Verspätung und deutlich weniger Teilnehmern als die erwarteten 1.000. Der leitende Polizeidirektor Frank Wißbaum warnte vor der Gefahr von Gewalt aufgrund der emotionalisierten Lage in Syrien und kündigte ein entschlossenes Einschreiten der Polizei bei unfriedlichen Aktionen an.

Für den Einsatz sind mehrere Hundertschaften und Wasserwerfer vorgesehen. Die Polizei rechnet mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Die KVB-Linien 1, 7 und 9 werden wegen des Demonstrationszugs über die Deutzer Brücke zeitweise nicht fahren. Die Behörde bittet insbesondere Karnevalisten, alternative Anreisemöglichkeiten zu prüfen, und veröffentlicht aktuelle Verkehrsinformationen auf ihrem WhatsApp-Kanal.

Wißbaum bat um Verständnis für die kurzfristigen Maßnahmen, die aufgrund der späten Informationslage notwendig wurden.

Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 24.01.2026

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