Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag hat gemeinsam mit ihren Koalitionspartnern einen Antrag für stärkere Prävention und mehr Opferschutz bei Straftaten mit K.O.-Tropfen eingebracht.
Erfurt (dts Nachrichtenagentur) - Das teilte die gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion, Jane Croll, mit. K.O.-Tropfen seien ein perfides Tatmittel, das den Betroffenen die Kontrolle über den eigenen Körper nehme und schwere Folgen hinterlasse, so Croll. Ziel des Vorstoßes sei eine umfassende Präventionsstrategie. Erfolgreiche Projekte wie eine Sensibilisierungskampagne im Landkreis Gotha oder das landesweite Safer-Nightlife-Angebot 'Drogerie' sollen fortgeführt und ausgebaut werden.
Zudem sollen Jugendliche bereits ab der 8. Klasse altersgerecht aufgeklärt werden. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Einführung einer statistischen Erfassung solcher Straftaten in der polizeilichen Kriminalstatistik Thüringens. Die CDU-Fraktion begrüßt zudem das bundesweite Verbot der bislang frei erhältlichen Stoffe GBL und 1,4-Butandiol sowie die geplante Einstufung von K.O.-Tropfen als Waffe. Die Koalition unterstützt außerdem die Forderung des Bundesrates nach einer Erhöhung der Mindeststrafe auf fünf Jahre bei Raub- und Sexualdelikten unter Einsatz solcher Substanzen. 'Wer K.O.-Tropfen einsetzt, begeht schwere Gewalt', sagte Croll.
Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 25.01.2026 Zur Startseite