Unbekannte haben in Kiel ein Mahnmal für eine zerstörte Synagoge geschändet.
Kiel (dts Nachrichtenagentur) - Der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer, teilte mit, dass es sich dabei nicht nur um Sachbeschädigung, sondern um einen Angriff auf die Erinnerungskultur handele. Wer ein solches Mahnmal schände, trete das Andenken an die jüdischen Menschen, die aus dem Stadtbild und dem Leben gelöscht wurden, mit Füßen. Dirschauer betonte, dass die bislang nicht festgestellte politische Motivation nichts an der Schwere der Tat ändere. Antisemitismus beginne nicht erst mit Bekennerschreiben, sondern zeige sich dort, wo Respekt, Empathie und historische Verantwortung bewusst missachtet würden.
Die Tat wurde am Montag bekannt.
Gerade in einer Zeit, in der jüdisches Leben in Deutschland wieder verstärkt unter Druck gerate, dürfe es kein Wegsehen geben, so der Fraktionsvorsitzende weiter. Gedenkorte seien keine Kulisse, sondern Verpflichtung und verdienten Schutz, Aufmerksamkeit und eine klare Haltung. Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 27.01.2026 Zur Startseite