Die Sozialpartner haben nach einem Verhandlungsmarathon eine Einigung für den Kollektivvertrag der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) für die Jahre 2026 und 2027 erzielt.
Wien (dts Nachrichtenagentur) - Das teilte die SWÖ mit. Der Abschluss sichert nach Angaben der Verhandlungsparteien die Arbeitsplätze von über hunderttausend Beschäftigten und gewährleistet die Versorgungssicherheit in der sozialen Infrastruktur. Der Kollektivvertrag sieht über zwei Jahre hinweg eine Erhöhung von rund 5 Prozent vor. Ab April 2026 steigen die KV-Mindestgehälter, ALT-Tabellen, Zulagen und Lehrlingsentschädigungen um 2,60 Prozent, während Ist-Gehälter um 2,40 Prozent angehoben werden.
Ab Januar 2027 folgt eine fixe Erhöhung von 2,3 Prozent für kollektivvertragliche Gehälter, ALT-Tabellen und Ist-Gehälter, zuzüglich eines Korridors zur teilweisen Inflationsabsicherung. Zudem wurden zahlreiche materiellrechtliche Verbesserungen vereinbart, die bereits 2026 in Kraft treten. Dazu gehören ein Anspruch auf Erhöhung des Wochenstundenausmaßes für Teilzeitbeschäftigte, zusätzliche Pflegefreistellung für die Betreuung von Kindern mit Behinderung sowie klarere Einstufungen für Fachkräfte in Ausbildung. Die SWÖ-Chefverhandlerin Yvonne Hochsteiner betonte, der Abschluss sei nur durch das Verantwortungsbewusstsein aller Beteiligten in einer finanziell äußerst angespannten Situation möglich gewesen.
Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 27.01.2026 Zur Startseite