Die österreichische Steuerfahndung hat einen groß angelegten Registrierkassenbetrug aufgedeckt, bei dem Umsätze in Millionenhöhe verschleiert wurden.
Wien (dts Nachrichtenagentur) - Das teilte das Bundesministerium für Finanzen mit. Bei einer Schwerpunktaktion vergangener Woche wurden mehr als 50 Hausdurchsuchungen durchgeführt und der hauptbeschuldigte Softwarehersteller in Haft genommen. Die Ermittlungen des Amts für Betrugsbekämpfung ergaben, dass eine speziell programmierte Manipulationssoftware eingesetzt wurde, um Buchungsvorgänge in Registrierkassen nachträglich zu löschen. Betroffen waren laut den Behörden vor allem Umsätze, für die keine Kassenbelege an Kunden ausgegeben wurden.
Der Gesamtschaden wird auf einen mittleren einstelligen Millionenbetrag geschätzt. An der Großaktion unter Leitung der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft waren neben der Steuerfahndung auch 200 Bedienstete der Finanzpolizei, der Zollfahndung, des Finanzamts für Großbetriebe und des Innenministeriums beteiligt. Es wurden zahlreiche Datenträger wie Mobiltelefone, USB-Sticks und Registrierkassen sichergestellt. Gegen mehr als 20 Beschuldigte wird ermittelt, wobei mit einer Ausweitung der Ermittlungen gerechnet wird.
Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 27.01.2026 Zur Startseite