Die Thüringer Grünen haben die Digitalisierungsbemühungen der Landesregierung scharf kritisiert.
Erfurt (dts Nachrichtenagentur) - Die angekündigte Thüringen-App sei mehr Marketing als eine realistische, zeitnahe Lösung für die Bürger, teilte der Landesverband mit. Landessprecher Luis Schäfer bemängelte, das seit über einem Jahr existierende Digitalministerium glänze mit Worthülsen statt Taten. Eine tatsächliche Konsolidierung der Digitalisierungsaufgaben sei in weiter Ferne. Statt eine Allroundlösung groß anzukündigen, wäre den Menschen eher geholfen, wenn Verwaltungsleistungen nicht zwischen PDF-Dokumenten und Ausdrucken stecken blieben. Schäfer warf Digitalminister Schütz vor, mit großen Versprechungen zu arbeiten, ohne die Dimension des Mammutprojekts zu verstehen.
Für eine funktionierende App brauche es zuerst eine Strategie und Prioritäten für die kommunale Digitalisierung, da der Großteil der Verwaltungsleistungen in kommunaler Hand liege. Die Unterschiede zwischen den Gemeinden seien enorm, sodass derzeit keine nützliche Bündelung in einer App funktionieren könne. Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 27.01.2026 Zur Startseite