Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat ein umfassendes Konzept zum Schutz jüdischen Lebens und zur Bekämpfung von Antisemitismus beschlossen.
Mainz (dts Nachrichtenagentur) - Das teilte Ministerpräsident Alexander Schweitzer nach der Kabinettssitzung in Mainz mit. Das Landeskonzept umfasst elf Handlungsziele mit 34 konkreten Maßnahmen und ist das Ergebnis einer zweijährigen, ressortübergreifenden Arbeit. Zu den Schwerpunkten gehören der verstärkte Schutz jüdischer Einrichtungen, die Prävention von Antisemitismus an Schulen und Hochschulen sowie die Bekämpfung von Judenhass im digitalen Raum und am Arbeitsplatz. Begleitet werden die Maßnahmen unter anderem durch die Einrichtung einer landeseigenen Stelle des Recherche- und Informationsverbunds Antisemitismus (RIAS) und eine operative Stärkung der Beauftragten für jüdisches Leben. Darüber hinaus setzt die Landesregierung auf eine Stärkung der Erinnerungsarbeit, eine höhere Sichtbarkeit jüdischer Kultur und die Förderung von Begegnungen.
Jüdische Geschichte und Kultur sollen beispielsweise durch den Europäischen Tag der Jüdischen Kultur und die weitere Erschließung der SchUM-Stätten sichtbarer gemacht werden. Herausragendes zivilgesellschaftliches Engagement wird künftig jährlich mit einem Preis des Ministerpräsidenten gewürdigt. Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 27.01.2026 Zur Startseite