LANDESDIENST BADEN-WÜRTTEMBERG: FDP sieht sich bestätigt nach Freigabe eines Wolfs zum Abschuss im Nordschwarzwald

Die FDP-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg sieht sich in ihrer Politik zum Umgang mit Wölfen bestätigt.

Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) - Dies teilte Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke mit, nachdem Umweltministerin Thekla Walker eine Ausnahmegenehmigung zur Tötung eines Wolfs im Nordschwarzwald erteilt hat. Der als "Problemwolf" eingestufte Rüde mit der Kennung GW2672m hatte sich Menschen mehrfach bis auf wenige Meter genähert. Rülke wertete die Entscheidung der grünen Ministerin als Erfolg der langjährigen FDP-Forderungen. Er kritisierte zugleich, dass Walker sich noch vor wenigen Wochen gegen eine Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht ausgesprochen habe.

Damit habe sie den Spitzenkandidaten ihrer Partei, Cem Özdemir, vorgeführt, der im November 2025 angekündigt hatte, mit ihm könnten Problemwölfe geschossen werden. Der FDP-Politiker warf den Grünen vor, den Wolf als "Opferlamm für Özdemirs Wahlkampf" zu instrumentalisieren. Er unterstellte der Partei, nach der Wahl wieder jeden Wolf schützen zu wollen, "egal wie gefährlich er für Mensch und Tier ist". Die Ausnahmegenehmigung wurde genau einen Tag vor der Landtagsberatung eines FDP-Gesetzentwurfs zur Änderung des Jagdrechts erteilt.

Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 27.01.2026

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