Nach Vorwürfen sexualisierten Fehlverhaltens bei den Fallschirmjägern will die Bundeswehr soldatische Expertise, demokratische Ordnung und militärische Disziplin in den spezialisierten Kampftruppen des Heeres sichern.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Das geht aus der Konzeption des "Aktionsplans Luftlandetruppe" hervor, den der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, am Mittwoch im oberbayerischen Altenstadt in Kraft setzen will und über den die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Mittwochausgabe) berichtet. Zu dem Aktionsplan zählt ein Sachstandsbericht zu "Disziplinaren Ermittlungen und Personalmaßnahmen" sowie zur Dienstaufsicht und Beobachtungsbesuchen eines Beauftragten des Generalinspekteurs. Zudem werden die militärischen Werdegänge im betroffenen Regiment analysiert. Unter den mehr als ein Dutzend Maßnahmen, die ergriffen werden, sind aber auch weitere Veränderungen bei "Führungs- und Schlüsselpersonal", die Verbesserung der Führung der Brigade und der Regimenter. Für die mehrheitlich nicht von Ermittlungen betroffenen Soldaten sollen Angebote zu Wertevermittlung und Persönlichkeitsbildung den Veränderungsprozess begleiten.
Zugleich wird klargestellt, dass Schlüsselpositionen, etwa auf der Unteroffizier-Ebene, regelmäßiger Rotation und künftig einer Begrenzung der Verweildauer unterliegen sollen. Mit Town-Hall-Formaten soll eine Kultur des Verschweigens von Missständen durchbrochen werden. Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 27.01.2026 Zur Startseite