Sahra Wagenknecht kritisiert geplante Abschaffung der Höchstarbeitszeit als Fehler und Gefahr für Arbeitnehmer

Sahra Wagenknecht hält die geplante Abschaffung der täglichen Höchstarbeitszeit für einen Fehler.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - "Das Schleifen des Acht-Stunden-Tages ist eine Kampfansage an alle Arbeitnehmer und ihr Familienleben", sagte die Gründerin und Namensgeberin des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) der "Welt" (Donnerstagausgabe). "Schon heute leisten die Beschäftigten immer mehr Überstunden, die aktuell aber wenigstens mit entsprechenden Zuschlägen vergütet werden müssen. Gerade bei harter körperlicher Arbeit sind verlängerte Arbeitszeiten ein Anschlag auf die Gesundheit, ohnehin nehmen stressbedingte Erkrankungen seit Jahren zu", sagte Wagenknecht. Längere Arbeitszeiten senkten zudem die Produktivität. Dass sich die SPD offenbar an einer möglichen Flexibilisierung beteilige, sei ein "Armutszeugnis", so Wagenknecht.

"Statt Attacken auf Arbeitnehmer im Wochentakt brauchen wir endlich einen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik und eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch preiswerte Energie, Bürokratieabbau und Investitionen in die Infrastruktur." Die bestehenden Regelungen seien ausreichend flexibel, sagte sie.

Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 28.01.2026

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