Die SPD-Landtagsabgeordnete Birte Pauls hat sich entschieden gegen Vorschläge gewandt, bei stationären medizinischen Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Väter zu kürzen.
Kiel (dts Nachrichtenagentur) - Das teilte die SPD-Landtagsfraktion in Kiel mit. Pauls kritisierte dabei insbesondere eine Äußerung des KBV-Vorstandsvorsitzenden Dr. Andreas Gassen, der solche Eltern-Kind-Kuren im vergangenen Jahr als 'nice-to-have' bezeichnet hatte. Pauls betonte, die Kuren seien für viele Familien ein unverzichtbares Angebot, um mit chronischen Erkrankungen, Behinderungen, psychischen Belastungen oder prekären häuslichen Situationen umzugehen.
Sie würden das Familienleben stabilisieren und seien eine präventive Maßnahme, die langfristig Kosten spare. Die Abgeordnete verwies auf Gespräche mit Einrichtungen an der Westküste und in Ostholstein, darunter das Gertrud-Völcker-Haus in Kellenhusen, das Frauen und Kindern eine Auszeit von gewaltgeprägten Beziehungen biete. Die SPD-Politikerin kritisierte zudem einen Antrag von CDU und Grünen im Landtag, der ihrer Ansicht nach die Bedeutung der Einrichtungen und die Belastungen der Eltern nicht ausreichend würdige. Es gebe kein Einsparpotenzial bei diesen Kuren, vielmehr müsse mehr in Prävention investiert werden.
Die verschiedenen Eltern-Kind-Einrichtungen im Land leisteten hervorragende Arbeit, so Pauls. Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 29.01.2026 Zur Startseite