Verbraucher bevorzugen insektenbasierte Lebensmittel vor allem dann, wenn sie als natürlich und ohne künstliche Zusatzstoffe beworben werden.
Kassel (dts Nachrichtenagentur) - Das teilte die Universität Kassel mit, nachdem Forscher in einem Projekt die Akzeptanz solcher Produkte untersucht hatten. Demnach wirken Natürlichkeitshinweise und eine Prüfung durch unabhängige Institutionen vertrauensbildender als Nachhaltigkeits- oder Proteinargumente. Die Forschung basiert auf zwei groß angelegten Verbraucherstudien, an denen über 18.000 Personen beteiligt waren. Etwa 44 Prozent der Befragten zeigten sich grundsätzlich offen für Lebensmittel mit Insekten, doch die Hürde zum tatsächlichen Kauf sei hoch.
Die Studien ergaben, dass verarbeitete Insekten als 'unsichtbare Zutat' deutlich besser akzeptiert werden als ganze Tiere und eine zurückhaltende Kennzeichnung wie 'mit Protein aus Insekten' am besten wirkt. In Praxistests mit neu entwickelten Verpackungen für Cracker und falafelähnliche Bällchen zeigte sich, dass Probierangebote in Supermärkten Skepsis abbauen können. Für die Lebensmittelwirtschaft leiten die Forscher klare Empfehlungen ab: Verarbeitete Insekten haben die größten Marktchancen, Natürlichkeit ist die stärkste Verkaufsbotschaft und Verpackungen sind zentrale Vertrauenselemente. Das Projekt 'Pr:Ins' lief über drei Jahre und vier Monate und endete im Oktober 2025.
Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 29.01.2026 Zur Startseite