Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hat die heute vorgestellten Pläne der Stadt für die Tempelruine in der Poolstraße begrüßt, aber weitere Schritte gefordert.
Hamburg (dts Nachrichtenagentur) - Das teilte der religionspolitische Sprecher der Fraktion, Dietrich Wersich, mit. Die geplanten bauhistorischen Untersuchungen und ein virtueller Rundgang seien wichtige erste Schritte, um den historisch herausragenden Ort sichtbar zu machen. Ein virtueller Ort dürfe jedoch nicht alles sein, so Wersich. Auch ein rein statischer Gedenkort greife zu kurz.
Die Tempelruine sei ein zentraler Ort jüdischer Religions- und Kulturgeschichte in Deutschland. In Zeiten des immer wieder aufflammenden Antisemitismus gelte es, die jüdische Kultur zu stärken. Aus Sicht der CDU brauche es nun ein klares, langfristiges Konzept, das über punktuelle Maßnahmen hinausgeht. Es müsse eine tragfähige Perspektive geben, damit an diesem historisch bedeutsamen Ort wieder jüdisches Leben stattfinden könne.
Der ehemalige Israelitische Tempel in der Poolstraße gilt als Wiege des Reformjudentums. Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 29.01.2026 Zur Startseite