LANDESDIENST THÜRINGEN: Thüringen will Zweigapotheken strenger regeln

Die SPD-Landtagsfraktion in Thüringen hat eine Bundesratsinitiative gestartet, um die Regeln für Zweigapotheken zu verschärfen.

Erfurt (dts Nachrichtenagentur) - Das teilte die gesundheitspolitische Sprecherin Cornelia Urban (SPD) am Freitag mit. Ziel sei es, die wohnortnahe Versorgung zu sichern und eine Ausweitung von Apothekenketten zu verhindern. Konkret schlägt Thüringen Änderungen am geplanten Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz des Bundes vor. Demnach soll ein Apothekeninhaber maximal vier Betriebsstätten insgesamt und höchstens eine Zweigapotheke besitzen dürfen.

Zweigapotheken sollen nur dort erlaubt sein, wo die nächste Apotheke in der Regel mehr als 15 Kilometer entfernt ist. Damit will man verhindern, dass sie als "wirtschaftlich günstiges Expansionsmodell" dienen. Urban erklärte, Apotheken seien Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Gerade im ländlichen Raum müssten Arzneimittel und Beratung zuverlässig erreichbar bleiben.

Die Landesregierung habe sich im Koalitionsvertrag das "20-Minuten-Land" zum Ziel gesetzt, was auch für Apotheken gelte. "Deshalb ist es richtig, Zweigapotheken strikt als Ausnahmeinstrument zu definieren", so Urban.

Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 30.01.2026

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