Die Zahl der Verurteilungen wegen Trunkenheit im Verkehr ist in Nordrhein-Westfalen in den letzten 20 Jahren um fast die Hälfte zurückgegangen.
Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Das teilte der Landesbetrieb Information und Technik (IT.NRW) als Statistisches Landesamt am Dienstag mit. Im Jahr 2024 wurden 12.327 Personen verurteilt, das sind 44,3 Prozent weniger als im Jahr 2004, als es noch 22.140 Verurteilungen gab. Der Rückgang fällt damit stärker aus als bei allen Verurteilungen insgesamt, die im selben Zeitraum um 30,4 Prozent sanken. Besonders stark sank die Zahl der verurteilten Jugendlichen und Heranwachsenden zwischen 14 und 21 Jahren. Sie ging von 1.924 im Jahr 2004 auf 370 im Jahr 2024 zurück, was einem Minus von 80,8 Prozent entspricht.
In mehr als neun von zehn Fällen verhängten die Gerichte 2024 eine Geldstrafe als Hauptstrafe. Nur in 3,2 Prozent der Fälle nach allgemeinem Strafrecht wurde eine Freiheitsstrafe verhängt, die meist zur Bewährung ausgesetzt wurde. Mehr als 80 Prozent der 2024 wegen Trunkenheit im Verkehr Verurteilten waren Männer. Ihr Anteil lag bei 83,5 Prozent, während 16,5 Prozent der Verurteilten Frauen waren.
Ein Fahrverbot als Nebenstrafe wurde in 5,4 Prozent der Fälle nach allgemeinem Strafrecht verhängt. Die Daten basieren auf der Strafverfolgungsstatistik und erfassen rechtskräftig abgeurteilte Personen. Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 03.02.2026 Zur Startseite