LANDESDIENST NRW: SPD kritisiert anhaltend hohes Stauaufkommen in NRW

Nordrhein-Westfalen bleibt laut der jährlichen ADAC-Staubilanz das Bundesland mit den meisten Staus.

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Das kritisierten der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Vogt und der verkehrspolitische Sprecher Gordan Dudas am Donnerstag. Demnach wurden im vergangenen Jahr insgesamt 280.000 Kilometer Stau gezählt, allein auf Autobahnen standen Fahrzeuge etwa 168.000 Stunden. Dies entspreche einem weiteren Anstieg von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr und bestätige auch aktuelle Daten von TomTom. Vogt kritisierte, dass seit fast einem Jahrzehnt Sanierungen verschleppt, Brücken vernachlässigt und Baustellen schlecht koordiniert worden seien ? zunächst unter den früheren CDU-Verkehrsministern und nun unter dem grünen Minister Oliver Krischer. Für Pendler bedeute das verlorene Lebenszeit, für den Wirtschaftsstandort einen millionenteuren Wettbewerbsnachteil.

Die SPD fordert mehr Personal bei Straßen.NRW und mehr Investitionen in die Infrastruktur. Gordan Dudas verwies darauf, dass mit Essen, Köln, Düsseldorf und Wuppertal vier NRW-Städte in den deutschen Stau-Top-10 vertreten seien. Stau koste Nerven, Geld und Lebensqualität. Statt Zuständigkeiten hin- und herzuschieben, brauche es endlich Mut zur Verantwortung und eine klare Priorität für Erhalt und Sanierung.

Die Landesregierung sei trotz wiederholter Aufforderungen erschreckend untätig. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) müsse das Thema zur Chefsache machen, damit NRW diesen "ungeliebten Spitzenplatz" abgebe.

Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 05.02.2026

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