Die Dortmunder Polizei hat im vergangenen Jahr 3.065 Personen in ihr Gewahrsam einliefern müssen.
Dortmund (dts Nachrichtenagentur) - Das teilte die Polizei Dortmund mit. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Anstieg um 212 Fälle oder 7,4 Prozent. Rechnerisch entspricht dies etwa 8,4 Einlieferungen pro Tag. In 1.457 Fällen handelte es sich um strafprozessuale Festnahmen, etwa für Ermittlungen oder die Vorführung vor einen Haftrichter.
Deutlich häufiger, nämlich in 1.607 Fällen, waren jedoch gefahrenabwehrende Maßnahmen der Grund. Hier ging die Polizei davon aus, dass die betroffene Person unmittelbar dabei war, eine Straftat zu begehen, und keine andere Möglichkeit zur Gefahrenabwehr bestand. In sieben besonders schwerwiegenden Fällen wurde ein längerfristiger Gewahrsam von bis zu 28 Tagen angeordnet. Eine eindeutige Begründung für den Anstieg der Einlieferungszahlen ist laut Polizei schwer auszumachen.
Während mehr strafprozessuale Festnahmen auf verstärkte Fahndungsarbeit hindeuten könnten, seien die gefahrenabwehrenden Ingewahrsamnahmen möglicherweise ein Ausdruck allgemeiner gesellschaftlicher Entwicklungen. Die eingelieferten Personen werden im zentralen Gewahrsam in 42 Einzel- und drei Sammelzellen untergebracht und rund um die Uhr überwacht. Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 07.02.2026 Zur Startseite