LANDESDIENST NRW: Generalbundesanwaltschaft klagt mutmaßliche IS-Anhängerin an

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen eine mutmaßliche Unterstützerin der Terrororganisation 'Islamischer Staat' erhoben.

Karlsruhe (dts Nachrichtenagentur) - Das teilte die Behörde in Karlsruhe am Dienstag mit. Die Deutsch-Marokkanerin wird beschuldigt, sich der ausländischen terroristischen Vereinigung als Mitglied angeschlossen zu haben. In der Anklageschrift heißt es, die Beschuldigte sei Anfang 2015 mit ihrem Ehemann nach Syrien gereist und habe sich dort dem IS angeschlossen. Nach dem Tod ihres Mannes habe sie nacheinander zwei weitere Mitglieder der Organisation geheiratet.

Sie soll ihre jeweiligen Ehemänner unter anderem durch die Führung des gemeinsamen Haushalts unterstützt und so deren Tätigkeit für den IS ermöglicht haben. Im März 2019 wurde die Frau in Baghuz von kurdischen Kräften festgenommen und bis 2021 im Lager al-Hawl festgehalten. Im Dezember 2022 kehrte sie nach Deutschland zurück. Die Anklage wurde am 5. Februar beim Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf eingereicht. Die Beschuldigte befindet sich nicht in Untersuchungshaft.

Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 10.02.2026

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