Die niedersächsische Europaministerin Melanie Walter hat sich für ein Verbot der Nutzung von Social Media für Kinder unter 14 Jahren ausgesprochen.
Hannover (dts Nachrichtenagentur) - Ziel müsse ein wirksamer und praktikabler Schutz sein, der Eltern, Schulen und Kinder sensibilisiert und die Plattformen verbindlich in die Pflicht nimmt, teilte die Staatskanzlei mit. Walter kündigte an, die Forderung über den Bundesrat beim Bund einzubringen und auf europäischer Ebene zu begleiten. Konkret spricht sich die Ministerin für ein europaweit geltendes Social-Media-Verbot unter 14 Jahren aus. Zudem müsse es eine verbindliche und wirksame Altersverifikation geben, bei der jedes Konto einer realen Person zugeordnet werden kann.
Weitere Eckpunkte sind ein mögliches Verbot algorithmischer Empfehlungen für Minderjährige, konsequente Sanktionen wie Bußgelder oder Netzsperren bei Verstößen sowie eine Stärkung der Medienkompetenz. Als Vorbild kann nach Walters Ansicht das australische Modell dienen, das ein Mindestalter von 16 Jahren vorschreibt. Dies liefere wichtige Leitplanken für die Haftung der Plattformen, ersetze aber nicht die deutsche und europäische Aufgabe, eine datenschutzkonforme Altersverifikation zu gestalten. Die Ministerin sieht einen Teil der Lösung bereits im europäischen Digital Services Act (DSA) und in entsprechenden Leitlinien der EU-Kommission.
Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 12.02.2026 Zur Startseite