LANDESDIENST HESSEN: Jugendliche nach Steinwürfen von Autobahnbrücke bei Stadtallendorf verurteilt

Das Landgericht Marburg hat zwei Jugendliche und einen Heranwachsenden wegen versuchten Mordes zu mehrjährigen Jugendstrafen verurteilt.

Marburg (dts Nachrichtenagentur) - Die drei Angeklagten hatten im Mai vergangenen Jahres Gegenstände von einer Autobahnbrücke bei Stadtallendorf auf Fahrzeuge der A49 geworfen, wie das Gericht mitteilte. Die 3. Strafkammer sah es als erwiesen an, dass die Taten an zwei Abenden im Mai 2025 stattfanden. Am 7. Mai warfen zwei der Angeklagten Steine, am folgenden Tag warfen alle drei einen etwa zwei Kilogramm schweren Leitpfosten auf die Autobahn. Die geworfenen Gegenstände trafen Fahrzeuge.

Das Gericht wertete jede Tat als versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr. Die Kammer verhängte Einheitsjugendstrafen von drei Jahren und neun Monaten sowie drei Jahren. Der Vorsitzende Richter betonte, die Angeklagten hätten die tödliche Gefahr ihrer Handlungen billigend in Kauf genommen. Die psychischen Folgen für die Opfer seien schwerwiegend gewesen.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung verzichteten auf Rechtsmittel, das Urteil ist damit rechtskräftig.

Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 12.02.2026

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