Die SPD-Landtagsfraktion hat die Landesregierung für interne Kommunikationsprobleme im Zusammenhang mit der geplanten Einführung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung kritisiert.
Kiel (dts Nachrichtenagentur) - Anlass ist ein Schreiben des Sozialministeriums an die Träger der Eingliederungshilfe. Das soll nach Angaben des bildungspolitischen Sprechers der SPD Martin Habersaat für Unsicherheit über die künftige Ausgestaltung von Schulbegleitung im Ganztag gesorgt haben. Nach Angaben Habersaats war das für die Schulen zuständige Bildungsministerium über den Brief des Sozialministeriums nicht informiert gewesen. Dies sei ein unnötiger Patzer in einem ohnehin schwierigen Einführungsprozess.
Der Rechtsanspruch auf Ganztag müsse für alle Schüler gleichermaßen gelten, auch für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Der SPD-Politiker forderte die Regierung auf, die Angelegenheit schnell intern zu klären. Es dürfe nicht dazu kommen, dass betroffene Kinder im Nachmittagsbereich keine Unterstützung erhalten oder Eltern mit zusätzlicher Bürokratie belastet werden. Das Rahmenkonzept des Bildungsministeriums sehe die Ganztagsangebote als pädagogische Einheit mit dem Unterricht.
Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 12.02.2026 Zur Startseite