Nach einem Tollwutfall bei einem aus Russland importierten Hund in Rheinland-Pfalz sehen die saarländischen Behörden kein erhöhtes Risiko für das Bundesland.
Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) - Das Landesumweltministerium teilte am Mittwoch mit, dass auch im Saarland Hunde ermittelt wurden, die über die gleiche Sammelstelle in Russland transportiert wurden. Diese Tiere würden aktuell amtlich überwacht. Die betroffene Hündin aus Rheinland-Pfalz war Ende Januar verstorben und im November 2025 aus Russland importiert worden. Obwohl der Transport ordnungsgemäß angemeldet war und alle Tiere über die nötigen Impfnachweise verfügten, gehen die Behörden mittlerweile davon aus, dass die Dokumente gefälscht waren.
Die Hündin scheint jünger gewesen zu sein als in den Papieren angegeben und hatte bei der Einreise wahrscheinlich keinen Tollwutschutz. Da es sich um einen Einzelfall von importierter Tollwut aus einem Drittland handelt und die Hündin zum Transportzeitpunkt nicht infektiös gewesen sein konnte, besteht laut den Behörden keine Gefahr für die saarländische Bevölkerung oder Haustiere. Deutschland gilt seit 2008 als tollwutfrei, doch kommt es gelegentlich zu importierten Einzelfällen. Die Behörden raten Tierhaltern generell, den Impfschutz ihrer Hunde und Katzen regelmäßig zu überprüfen.
Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 18.02.2026 Zur Startseite