Bei einem Lawinenabgang im freien Gelände des Skigebiets Sonnenkopf ist am Mittwoch ein 42-jähriger deutscher Snowboarder tödlich verunglückt.
Klösterle (dts Nachrichtenagentur) - Das teilte die Landespolizeidirektion Vorarlberg mit. Der Mann hatte sich trotz der geltenden Lawinenwarnstufe 4 gemeinsam mit seinem 15-jährigen Sohn abseits der gesicherten Pisten bewegt. Gegen 11:00 Uhr löste der Vater an einer Geländekante ein Schneebrett aus, wurde mitgerissen und verschüttet.
Der unverletzte Sohn setzte umgehend den Notruf ab. Unmittelbar nach der Alarmierung begann eine groß angelegte Suchaktion. An der Suche beteiligten sich Bergretter aus Dalaas und Klösterle, Pistenretter, Polizeikräfte, mehrere mit Lawinenverschüttetensuchgeräten ausgerüstete Privatpersonen und Suchhunde. Nach etwa einer Stunde konnte der Verschüttete geborgen werden.
Alle Reanimationsversuche blieben erfolglos, der 42-Jährige verstarb noch am Unfallort. Die ausgelöste Lawine war etwa 45 Meter breit und 35 Meter lang. Insgesamt waren 15 Mitglieder der Bergrettung, 20 freiwillige Helfer, fünf Pistenretter und drei Alpinpolizisten im Einsatz. Das Kriseninterventionsteam wurde zur Betreuung der Angehörigen angefordert.
In einem zweiten, nicht zusammenhängenden Vorfall im Skigebiet Silvretta Montafon musste am Nachmittag ein 27-jähriger Snowboarder per Helikopter geborgen werden, nachdem er abseits der Piste in Not geraten war. Er blieb unverletzt, die Polizei prüft eine Kostenübernahme für den Rettungseinsatz. Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 18.02.2026 Zur Startseite