Apothekenreform: Warken verteidigt rezeptfreie Medikamente und kündigt Gremium an

Kurz vor der ersten Bundestagsdebatte zur Apothekenreform hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) die Kritik von Ärzteverbänden zurückgewiesen. Nicht die Politik oder die Apotheken allein würden entscheiden, bei welchen Erkrankungen sie Medikamente ohne ärztliche Verschreibung ausgeben dürften, sagte sie den Sendern RTL und ntv.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Es werde ein Gremium zwischen Ärzten und Apothekern geben, das Richtlinien festlegt, so Warken. "Man sollte da auch etwas unaufgeregter diskutieren innerhalb der Berufsgruppen und sich eher als Team verstehen." Die Regelung zu rezeptfreien Medikamenten werde im Gesetz bleiben, versprach die Ministerin. Die Ärzteschaft hatte moniert, dass Apotheken fachlich nicht in der Lage seien, Erkrankungen einzustufen und Medikamente dann rezeptfrei auszugeben, so wie im Gesetz vorgesehen. Warken versprach, die Bürger würden noch in diesem Jahr erste Ergebnisse der Reform sehen.

Sie bekämen dann bei unkomplizierten akuten Erkrankungen Arzneimittel ohne Rezept. Zudem könnten sie sich in der Apotheke zum Beispiel gegen FSME oder Tetanus impfen lassen.

Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 26.02.2026

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