Bericht: Türkische Sicherheitskräfte sperrten Straße in Köln ab

Bei dem Erdogan-Besuch in Köln haben türkische Sicherheitskräfte am Samstag einem Zeitungsbericht zufolge teilweise Straßenabsperrungen übernommen.

Köln (dts Nachrichtenagentur) - Dabei hätten sie Gegner des türkischen Präsidenten und Journalisten massiv eingeschüchtert, berichtet die "Bild" (Montagsausgabe). Zu dem Vorfall soll es im Vorfeld der Erdogan-Veranstaltung in der neuen Moschee in Köln-Ehrenfeld gekommen sein. Männer in dunklen Anzügen, mit Sonnenbrille, Knopf im Ohr und ausgebeulten Sakko-Taschen sperrten laut "Bild" gegen 13 Uhr einen ganzen Straßenzug ab, benutzten dafür rot-weißes Flatterband mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung".

Journalisten und Erdogan-Kritiker seien von ihnen eingeschüchtert, bedrängt und umringt worden, schreibt die Zeitung. Teilweise hätten sie deutsche Polizisten aufgefordert, diesen Personen Platzverbot zu erteilen. Erst nach anderthalb Stunden habe die Polizei die Situation beendet und die bedrohlich auftretenden Sicherheitsleute des türkischen Präsidenten mit mehreren Hundertschaften vertrieben, berichtet die "Bild".

Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 30.09.2018

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