Fußball-Kommentator Marcel Reif kritisiert "Shitstorms" im Internet

Fußball-Kommentator Marcel Reif kritisiert sogenannte Shitstorms im Internet.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - "Da, wo man auf den Knopf drücken kann", sagte Reif der "Welt", "drücken viele Leute auf den Knopf. Das bringe ich einem mittelmäßig begabten Schimpansen in Wochenfrist bei. Das ist ja lächerlich. Da habe ich einen höheren Anspruch an Kommunikation." Reif verfolgt daher nicht, was kritische Internet-Nutzer über ihn verbreiten. "Ich verfolge nicht, was jemand in sozialen Netzen schreibt", sagte er der Zeitung.

"Was glauben Sie, was ich dann alles tun müsste? Die Zeit habe ich nicht, die will ich mir auch nicht nehmen. Das ist ja keine Bringschuld von mir. Wenn jemand etwas von mir will, wird er sich mit mir in Verbindung setzen. Mails bekomme ich aber nur zwei- bis dreimal pro Spiel." Von einem Kommentator erwarteten die Leute, dass er Mehrwert schaffe, indem er ihnen ein Spiel kommentierend erläutere, sagte Reif. "Wenn er das in vernünftigem Deutsch macht, sodass es sogar Spaß macht zuzuhören, ist das Maximum erreicht. Dass einem einer besser gefällt oder weniger, gab es immer schon. Es gibt doch ganz simple Kriterien: Hat einer Ahnung, von dem, was er da tut? Beherrsche ich mein Handwerk? Ja! Spreche ich vernünftiges Deutsch? Allerdings! Mehr kann ich nicht anbieten. Über das Handwerkliche hinaus sind wir sehr schnell bei `Gefällt mir` und `Gefällt mir nicht`. Dem einen gefällt der besser, dem anderen der."

Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 03.05.2013

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