Steinmeier: EU hat in Griechenland-Krise Atempause bekommen

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich skeptisch über die Bemühungen der griechischen Regierung zur Beilegung der Krise geäußert: "Europa hat eine Atempause bekommen, mehr nicht, sicher noch keine Lösung. Jetzt ist die Athener Regierung am Zug", sagte Steinmeier im Gespräch mit der "Bild" (Montag). Der griechische Premierminister Alexis Tsipras müsse der EU nun erklären, wie Griechenland die berechtigten Erwartungen der Geldgeber erfüllen wolle. "Die Gespräche darüber laufen jetzt. Das sollten wir ohne jede Häme und Überheblichkeit begleiten", sagte Steinmeier. An den Grundpositionen der Bundesregierung und der Euro-Gruppe habe sich nichts geändert. Der Außenminister betonte gegenüber "Bild": "Die Geschäftsgrundlage, Hilfe im Gegenzug für Reformen, zwischen Griechenland und der EU muss gewahrt bleiben. Wenn Athen in einzelnen Punkten Veränderungen will, ist das in Ordnung. Aber wenn Veränderungen zu Mehrausgaben führen, dann muss an anderer Stelle gespart oder aber es müssen Mehreinnahmen erzielt werden."

Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 23.02.2015

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