Steinmeier nach Tötung von IS-Geisel "zutiefst erschüttert"

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich nach der Tötung des jordanischen Kampfpiloten, der sich über Wochen in den Händen der Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS) befunden hatte, "zutiefst erschüttert" gezeigt.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - "Sollte sich das Video seines abscheulichen Todes als authentisch erweisen, läge das jenseits jeder menschlichen Vorstellungskraft", erklärte Steinmeier mit Blick auf ein Video, das die Verbrennung des jordanischen Kampfpiloten bei lebendigem Leib zeigen soll, am Dienstagabend. "Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei der Familie und den Freunden des getöteten Piloten sowie dem jordanischen Volk", sagte Steinmeier. Jordanien zahle einen hohen Preis für seinen entschlossenen Einsatz gegen den IS. Umso wichtiger sei es, dass die Weltgemeinschaft geschlossen gegen den "Islamischen Staat" und Terrorismus stehe, so Steinmeier weiter.

In einem am Dienstag veröffentlichten Video wird ein Mann, bei dem es sich um den jordanischen Piloten handeln soll, bei lebendigem Leib verbrannt. In dem Video ist der Mann in einem Käfig zu sehen, um den mehrere bewaffnete Männer stehen, ehe er angezündet wird. Der jordanische Kampfpilot war am 24. Dezember vom IS gefangengenommen worden.

Sein Jet war zuvor in der Nähe der syrischen Stadt Rakka abgestürzt. Der IS und die jordanische Regierung hatten zuletzt über einen Gefangenenaustausch verhandelt.

Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 03.02.2015

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