WikiLeaks-Chef Assange bietet NSA-Untersuchungsausschuss Hilfe an

Julian Assange, Chef der Enthüllungsplattform WikiLeaks, hat sich den Bundestagsabgeordneten des NSA-Untersuchungsausschusses als Zeuge angeboten.

London (dts Nachrichtenagentur) - "Ich würde mich freuen, wenn die Abgeordneten zu mir kämen, um ihre Fragen zu stellen", sagte Assange in einem Gespräch mit dem Nachrichten-Magazin "Der Spiegel". Er könne ihnen insbesondere über die US-Listen mit überwachten deutschen Politikern, inklusive Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Auskünfte erteilen. Ausschussmitgliedern würde er die unlängst von WikiLeaks veröffentlichten Listen auch ungeschwärzt übergeben.

Die Entwicklung der 2006 von ihm und anderen Aktivisten begründeten Enthüllungsplattform WikiLeaks sieht der Australier positiv. "Wir ertrinken im Material", sagt Assange über den erheblichen Nachschub an Geheimdokumenten, den die Plattform in den letzten Monaten bekommen habe. Obwohl Assange seit über drei Jahren die ecuadorianische Botschaft in London nicht verlassen kann, sieht er WikiLeaks stabilisiert.

"Wir haben die Kontensperre überwunden", sagt Assange. "Keiner unserer Mitarbeiter ist im Gefängnis. Wir haben es noch drauf."

Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 17.07.2015

Zur Startseite